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CFTC signalisiert Durchsetzungsmaßnahmen gegen Insiderhandel in Prognosemärkten
David Miller, Leiter der Vollstreckungsbehörde der CFTC, hat gewarnt, dass Insiderhandelsregeln auch für Prognosemärkte gelten, und erklärte, die Behörde beobachte aktiv verdächtige Aktivitäten. Miller stellte klar, dass Ereigniskontrakte als Swaps betrachtet werden, wodurch sie unter Finanzmarktgesetze und nicht unter Glücksspielregelungen fallen.
2026-04-01 Quelle:crypto.news

Der oberste Vollzugsbeamte der Commodity Futures Trading Commission hat eine direkte Warnung an Händler auf Prognosemärkten ausgesprochen und klargestellt, dass die Regeln für Insiderhandel durchgesetzt werden, da die Prüfung des Sektors zunimmt.

Zusammenfassung
  • CFTC-Durchsetzungschef David Miller hat gewarnt, dass Insiderhandelsregeln auf Prognosemärkte zutreffen, und erklärt, dass die Behörde verdächtige Aktivitäten aktiv überwacht.
  • Miller stellte klar, dass Event-Kontrakte als Swaps behandelt werden, wodurch sie Finanzmarktgesetzen und nicht Glücksspielregelungen unterliegen.

Bei einer Rede an der New York University sprach Durchsetzungsdirektor David Miller Spekulationen über die Legalität des Handels mit nicht-öffentlichen Informationen an. 

„Wir sind uns der Spekulationen über Insiderhandel bewusst… Wir beobachten das“, sagte er und widersprach Online-Erzählungen.

„Es gibt einen Mythos in den Mainstream-Medien und sozialen Medien, dass Insiderhandel auf Prognosemärkten nicht gilt… Das ist falsch“, fügte er hinzu. 

Millers Äußerungen sind eines der bislang deutlichsten Signale, dass Regulierungsbehörden beabsichtigen, diese Plattformen gemäß bestehenden Marktmissbrauchsrahmen zu behandeln.

Während er den Ansatz der Behörde darlegte, sagte Miller, dass die Durchsetzung selektiv statt breit angelegt sein werde. Fälle, die den Missbrauch vertraulicher Informationen betreffen, werden Priorität haben, während geringfügige Verstöße möglicherweise nicht das gleiche Maß an Aufmerksamkeit erregen. 

Prognosemärkte, die es Nutzern ermöglichen, auf reale Ergebnisse zu wetten, haben ein monatliches Handelsvolumen von über 20 Milliarden US-Dollar überschritten und ziehen sowohl private als auch institutionelle Teilnehmer an. Bedenken konzentrieren sich nun darauf, ob einige Teilnehmer privilegierte Informationen nutzen, die mit politischen Entscheidungen oder geopolitischen Entwicklungen zusammenhängen.

Regulierungsbehörden haben auch klargestellt, wie diese Produkte klassifiziert werden. Laut Miller sollten ereignisbasierte Kontrakte nicht als Glücksspielinstrumente betrachtet werden, sondern als Finanzderivate. 

„Unsere Position ist, dass Event-Kontrakte kein Glücksspiel sind. Die fraglichen Event-Kontrakte sind Swaps. Das Insiderhandelsrecht gilt“, sagte er.

Bedenken hinsichtlich Marktmanipulation

Die Durchsetzungsbemühungen werden voraussichtlich über den Insiderhandel hinausgehen, wobei die Kommission Marktmanipulation und die Einhaltung der Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäsche überwacht.

Kürzlich haben Gesetzgeber und Regulierungsbehörden auf eine Reihe ungewöhnlich gut getimter Trades hingewiesen, darunter Wetten, die vor wichtigen Ankündigungen im Zusammenhang mit Donald Trump platziert wurden. 

In einem anderen viel diskutierten Fall verdiente ein Händler Berichten zufolge über 400.000 US-Dollar, indem er die Gefangennahme von Nicolás Maduro vorhersagte, bevor diese öffentlich bekannt wurde.

Handelsaktivitäten im Zusammenhang mit sensiblen geopolitischen Entwicklungen, einschließlich Spannungen mit dem Iran und Spekulationen um hochrangige politische Persönlichkeiten, haben weitere Bedenken hinsichtlich nationaler Sicherheitsrisiken und der Marktintegrität aufgeworfen.

Als Reaktion darauf haben Kalshi und Polymarket beide aktualisierte Regeln eingeführt, die darauf abzielen, insidergetriebene Trades zu unterbinden, da der Druck von Regulierungsbehörden und Gesetzgebern weiter zunimmt.

Auf dem Capitol Hill sind derzeit mehrere legislative Bemühungen im Gange. Vorschläge wie der „Public Integrity in Financial Prediction Markets Act of 2026“ und der „PREDICT Act“ wurden unterbreitet, um die Nutzung nicht-öffentlicher Informationen einzuschränken, insbesondere durch Regierungsbeamte.