
Gnosis und Zisk haben am Sonntag einen Rahmen für die Angleichung der Infrastruktur innerhalb des Ethereum-Ökosystems vorgeschlagen und die Schaffung einer „Wirtschaftszone“ als Möglichkeit beschrieben, Barrieren und Einschränkungen im Zusammenhang mit Layer-2-Skalierungsnetzwerken zu begegnen.
Obwohl einige befürchten, dass das Ethereum-Netzwerk durch Layer-2-Netzwerke, die Benutzeraktivitäten isolieren, zunehmend fragmentiert wird, erklärten Gnosis-Mitbegründerin Freisderike Ernst und Zisk-Mitbegründer Jordi Baylina, dass sie auf eine gemeinsame Infrastruktur als mögliche Lösung setzen.
Innerhalb der Ethereum Economic Zone (EEZ) haben Layer-2-Netzwerke die Möglichkeit, in einer gemeinsamen Umgebung zu agieren, so eine Pressemitteilung. Dies könnte verhindern, dass Projekte doppelte Arbeit leisten, und gleichzeitig die Benutzererfahrung verbessern, so Gnosis und Zisk. Standardmäßig werden Benutzer Ethereum (ETH) für Transaktionen verwenden, fügten sie hinzu.
Die Initiative wird von der Ethereum Foundation kofinanziert, was signalisiert, dass die gemeinnützige Organisation, die sich dem langfristigen Erfolg von Ethereum verschrieben hat, daran interessiert ist, Technologien voranzutreiben, die die Beziehung zwischen Ethereums Mainnet und Layer-2-Alternativen neu gestalten würden.
Für Netzwerke, die innerhalb der EEZ agieren, sollen Transaktionen über verschiedene Layer-2-Netzwerke und das Ethereum-Mainnet selbst ausgeführt werden. Die Funktion zielt darauf ab, eine einheitliche Ausführungsumgebung zu schaffen, in der Layer-2-Netzwerke nicht wie isolierte Inseln agieren. Gnosis und Zisk stellten fest, dass eine gemeinsame Infrastruktur technische Reibung und Risiken reduziert.
„Jede neue L2 ist ein Silo, das es schwieriger macht, den Wert nahtlos zu erweitern und zum Ethereum-Mainnet zurückzuführen“, sagte Ernst in einer Erklärung. „Die EEZ ist darauf ausgelegt, das Gegenteil zu bewirken.“
Seit Jahren hat die Ethereum-Community Layer-2-Netzwerke als Mittel zur Erhöhung der Transaktionskapazität und zur Senkung der Kosten priorisiert, wobei Base und Arbitrum als prominente Beispiele hervorgegangen sind. Doch Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin forderte letzten Monat eine Änderung und argumentierte, dass Projekte, die Kompromisse bei der Dezentralisierung eingehen, keine echten Erweiterungen seines Ökosystems seien.
Willkommen in der Ethereum Economic Zone (EEZ), einem Rahmenwerk für synchron zusammensetzbare Rollups.
Was bedeutet das?
Eine Bereitstellung. Geteilte Liquidität. Einzelne Transaktionen über L1 & L2. Identität überall verifiziert. Smart Wallets überall verbunden. Kein zusätzliches Vertrauen… https://t.co/Fuf8G0xwA4
— The Ethereum Economic Zone (@etheconomiczone) March 29, 2026
Viele Layer-2-Netzwerke verfügen über sogenannte zentralisierte Sequenzer. Bei diesem Design ist typischerweise eine Partei für das Batching und die Verarbeitung von Transaktionen Off-Chain verantwortlich, bevor diese in ihrer endgültigen Form an Ethereums Mainnet übermittelt werden.
Einige Projekte sehen zentralisierte Sequenzer als notwendig für Compliance-Zwecke an. Dennoch gibt es innerhalb der Ethereum-Community wachsende Kritik, dass sie Gatekeeper schaffen und gleichzeitig Einnahmen durch Gebühren auf eine Weise erzielen, die dem zugrunde liegenden Netzwerk nicht zugutekommt.
Obwohl Layer-2-Netzwerke ihre Sicherheit vom Ethereum-Mainnet beziehen, können sie einen eigenen Token als einzige Möglichkeit zur Bezahlung von Transaktionskosten etablieren. In diesem Sinne zwingt die EEZ – ausgesprochen „easy“ – Layer-2-Netzwerke dazu, diesen Weg aufzugeben.
Gnosis und Zisk gaben den Umfang der Finanzierung der EEZ nicht bekannt, planen aber, technische Spezifikationen in den kommenden Wochen zu teilen. Darüber hinaus stellten sie eine EEZ Alliance vor, zu der Größen des dezentralen Finanzwesens wie Aave und der Spezialist für Aktientokenisierung XStocks gehören.
In der Pressemitteilung merkte Zisks Baylina an, dass die EEZ Zero-Knowledge-Proofs verwenden wird, eine Form der Kryptographie, die Experten zufolge entscheidend für die Akzeptanz an der Wall Street ist. Gnosis wurde 2015 gegründet und trug zum Ethereum-Ökosystem bei, als Zero-Knowledge-Proofs noch konzeptionell waren.
Letztes Jahr signalisierte die Ethereum Foundation, dass sie sich stärker an der Unterstützung von dezentraler Finanzierung und Datenschutz auf Ethereum mit gezielter Finanzierung beteiligen würde. Damals merkten sie an, wie „bestehende Systeme oft subtilen Druck ausüben, der den Gestaltungsspielraum einengt.“