
Am 1. April wurden genau 1 Milliarde XRP (im Wert von rund 1,34 Milliarden US-Dollar) aus den kryptografischen Treuhandkonten von Ripple freigegeben.
Die jüngste Freigabe erfolgte in zwei separaten Tranchen von jeweils 500 Millionen XRP, wie Daten von Whale Alert zeigen.
Das XRP-Angebot ist bewusst vorhersehbar. Von Anfang an hielt das Unternehmen einen Großteil des gesamten XRP-Angebots. Dies führte zu der Sorge unter Anlegern, dass Ripple den Markt plötzlich überfluten und den Preis zum Absturz bringen könnte.
Ripple fand eine Lösung, indem es 55 Milliarden XRP in einer Reihe von kryptografischen, auf Smart Contracts basierenden Treuhandkonten im XRP Ledger sperrte.
Das System ist so programmiert, dass am ersten Tag jedes Monats für 55 Monate genau 1 Milliarde XRP freigegeben wird (es kann jedoch zu Abweichungen vom Zeitplan kommen). Dies gewährleistet die Vorhersehbarkeit des Angebots.
Es gibt ein weit verbreitetes Missverständnis, dass Ripple alle seine 1 Milliarde freigegebenen Token sofort auf den offenen Einzelhandelsmarkt werfen würde.
Ripple behält einen Bruchteil der freigegebenen XRP, um seine laufenden Geschäftsabläufe zu finanzieren und direkt an seine institutionellen Kunden zu verkaufen. Diese Kunden nutzen XRP für On-Demand Liquidity (ODL), um Zahlungen abzuwickeln.
Ripple benötigt selten eine volle Milliarde XRP in einem einzigen Monat. Das Unternehmen neigt dazu, nur einen Bruchteil dieser Summe zu verwenden.
Es gibt immer wieder Spekulationen innerhalb der Community, dass Ripple seine Treuhandkonten verbrennen könnte.
David Schwartz, der bekannteste Ripple-Veteranen, entkräftete kürzlich die Vorstellung, dass die Verbrennung des Treuhandkontos eine massive Kursrallye auslösen würde. Er verwies auf Stellar (XLM), das im November 2019 50 % seines gesamten Token-Angebots dauerhaft verbrannte, wobei der XLM-Token jedoch keinen nachhaltigen Preisanstieg verzeichnete.