
Die südkoreanische Kryptowährungsbörse Bithumb erwartet Berichten zufolge ihren Börsengang (IPO) irgendwann nach 2028, eine weitere Verzögerung nach Umstrukturierungen und regulatorischen Hürden.
Laut einem Bericht von Maeil Business News Korea vom Dienstag sagte ein Bithumb-Beamter, dass man sich "bis 2027 auf die Vorbereitung des Listings konzentrieren" werde. CFO Jeong Sang-gyun sagte auf der jährlichen Aktionärsversammlung des Unternehmens, dass Bithumb "Rechnungslegungsgrundsätze und interne Kontrollen stärke", nachdem ein IPO-Beratungsvertrag mit Samjong KPMG abgeschlossen wurde.
Die Aktionäre bestätigten CEO Lee Jae-won auf der Sitzung am Dienstag für eine zweijährige Amtszeit, aber der verzögerte IPO-Zeitplan war der jüngste, nachdem Bithumb ursprünglich eine Notierung im Jahr 2025 erwartet hatte. Unter Lee wurde die Börse von den südkoreanischen Behörden für sechs Monate suspendiert und mit einer Geldstrafe von 24 Millionen US-Dollar wegen angeblicher Verstöße gegen die Geldwäschebekämpfung belegt.
Der Börsengang einer großen südkoreanischen Börse könnte die lokalen Märkte und die Krypto-Adoption im Land beeinflussen. Dunamu, der Betreiber der Krypto-Börse Upbit, plant Berichten zufolge einen Börsengang nach einem Aktientausch mit Naver Financial, der für September erwartet wird.
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Bithumb sorgte im Februar für Schlagzeilen, nachdem die Börse vielen Nutzern versehentlich etwa 2.000 Bitcoin (BTC) anstatt 2.000 Südkoreanische Won gutgeschrieben hatte. Der Fehler führte kurzzeitig zu internen Salden von insgesamt über 40 Milliarden US-Dollar, obwohl die meisten Gelder nur im internen Ledger der Börse existierten und später rückgängig gemacht wurden.
Lee Jae-myung trat im Juni 2025 sein Amt als südkoreanischer Präsident an, und seine politische Partei bewegte sich schnell, um Gesetze zur Ausgabe von Zahlungs-Stablecoins einzuführen.
Südkoreanische Gesetzgeber schlugen ursprünglich eine Steuererhöhung auf Krypto-Gewinne vor, die 2021 in Kraft treten sollte. Die Maßnahme hat sich jedoch Berichten vom März zufolge wiederholt verzögert und könnte vollständig aufgegeben werden.
Ab März 2025 besaßen schätzungsweise 16 Millionen Südkoreaner Konten bei Krypto-Börsen.
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