
Das US-Justizministerium hat am Montag Anklage gegen 10 Personen erhoben, die mit vier „Market Maker“-Firmen – Gotbit, Vortex, Antier und Contrarian – verbunden sind. Ihnen wird vorgeworfen, digitale Vermögenspreise durch sogenannte „Pump-and-Dump“-Schemata manipuliert zu haben.
Die Bundesanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, sich verschworen zu haben, um Handelsvolumina und Kryptowährungspreise künstlich in die Höhe zu treiben, bevor sie diese zu überhöhten Werten an „ahnungslose Investoren“ verkauften. „Diese sogenannten Pump-and-Dump-Schemata verursachten Verluste für Investoren in den Vereinigten Staaten und anderswo“, so die Staatsanwälte und merkten an, dass die Behörden mehr als 1 Million US-Dollar in Kryptowährungen beschlagnahmt haben.
10 ausländische Führungskräfte und Mitarbeiter von vier verschiedenen Krypto-Finanzdienstleistungsunternehmen werden von @USAO_NDCA wegen der Inszenierung von Betrugssystemen zur künstlichen Aufblähung des Handelsvolumens und des Preises von Kryptowährungen angeklagt. Drei Angeklagte, darunter 2 CEOs, waren…
— U.S. Department of Justice - International (@USDOJ_Intl) 31. März 2026
Drei Angeklagte, darunter leitende Angestellte, wurden aus Singapur ausgeliefert und erschienen vor US-Bezirksrichterin Araceli Martínez-Olguín in Oakland, während zwei andere sich bereits schuldig bekannt und ihre Strafen erhalten haben.
Der Fall zeigt, wie die US-Behörden ihre Reichweite auf ausländische Akteure ausdehnen, deren mutmaßliche Aktivitäten die amerikanischen Kryptowährungsmärkte beeinflussen, selbst wenn die Angeklagten vollständig außerhalb der Vereinigten Staaten agieren.
Die Anklagen resultieren aus einer verdeckten FBI-Operation, bei der ein von der Behörde erstellter Token eingesetzt wurde, um mutmaßliche Marktmanipulationsdienste aufzudecken – dieselbe Technik, die auch bei den Anklagen gegen 18 Personen und Unternehmen angewendet wurde, die im Oktober 2024 der Marktmanipulation bezichtigt wurden.
Im März letzten Jahres erzielte Gotbit-Gründer Aleksei Andriunin eine Einigung mit den US-Behörden im Zusammenhang mit Marktmanipulationsvorwürfen und verzichtete auf 23 Millionen US-Dollar an Krypto-Vermögenswerten.
Weitere jüngste Maßnahmen des DOJ richteten sich gegen Entwickler von Datenschutz-Tools und Personen, die angeblich COVID-Hilfsgelder missbrauchten, um digitale Vermögenswerte zu kaufen.